Forum Südliches Afrika, 15. Dezember 2022: Die Suche nach dem Grünen Gold

Zeichnung von Friedrich Welwitsch, entstanden unterwegs in der angolanischen Region der Punga Adongo Felslandschaft mit Bleistifteinträgen, die sich auf Pflanzen wie etwa (links oben) auf Musa (Bananen) beziehen. Tinte und Bleistift auf Papier; Herbario LISU – Jardim Botânica. Museu Nacional de História Natural e da Ciència – Universidade de Lisboa Foto: Marianne Klemun

Die Suche nach dem Grünen Gold:
„Ein Ruhm, den ich zu theilen haben werde“

Vortrag von Marianne Klemun
15. Dezember 2022 – 19 Uhr

SADOCC-Bibliothek
Favoritenstraße 38/18/1
A-1040 Wien

Anfahrt:
U1 Taubstummengasse,
13A Belvederegass

Wie geht Portugal heute mit Friedrich Welwitsch um, einem kolonialen Botaniker, der aus Kärnten stammte, in Lissabon den botanischen Garten leitete, bevor er in Angola sieben Jahre (1853–1862) forschend unterwegs war? Er leistete einen wesentlichen Beitrag zur Kenntnis der Flora Afrikas und brachte sich damit in das Projekt des Imperialismus ein. Zum 150. Todestag fand in Lissabon eine internationale Konferenz statt, die dazu anregt, die historische Entwicklung der Erinnerungskultur in Portugal und auch jene in Österreich bezüglich Welwitsch zu analysieren und dabei auch Perspektiven anzusprechen, die sich angesichts der heutigen Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe stellen.

Marianne Klemun (Ao. Univ.-Prof.) studierte Germanistik und Geschichte in Wien. Nach ihrer Promotion war sie am Institut für Geschichte tätig und habilitierte sich 2002 dort. In Leitungsfunktion war sie u.a. als Vizedekanin der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät in den Jahren 2006–2012 tätig. Sie hatte eine Gastprofessur in Jena inne und war als Secretary General der internationalen Organisation INHIGEO (2016–2020) aktiv, derzeit als ihr Vizepräsident sowie auch als President elect der HESS (USA).

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