Online Talk: Corona in Südafrika

Südafrika hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine strenge Ausgangssperre verhängt. Der Lockdown gilt als der härteste der Welt. So ist etwa der Verkauf von Alkohol untersagt.

Doch die Wirkung der Maßnahmen ist umstritten: Vor allem in den Townships erweist sich der Lockdown als kaum praktikabel. Hier leben die Menschen auf engstem Raum, Armut und Hunger nehmen zu. Polizei und Armee sollen die Einhaltung der Ausgangssperre durchsetzen – Berichte über Amtsmissbrauch und Gewaltanwendung häufen sich.

Auch die Wirtschaft Südafrikas ist massiv betroffen. Präsident Cyril Ramaphosa hat ein Investitionspaket von umgerechnet 25 Mrd. Euro für Bewältigung der Krise angekündigt. Neben Unterstützung für Unternehmen versprach er mehrmonatige Überbrückungsgelder sowie die Aufstockung der Sozialhilfe. Die ohnehin schon enorme Kluft zwischen Arm und Reich droht sich dennoch weiter zu öffnen: Die Arbeitslosenquote lag schon vor der Corona-Krise bei knapp 30 Prozent.

In Kooperation mit dem Afro-Asiatischen Institut Salzburg organisierte SADOCC am 7. Mai 2020 einen Online Talk zum Thema. Es diskutierten Expert*innen über die Entwicklungen und die möglichen Folgen der Corona-Krise für das Land am Kap.

Referent*innen:

Nina Herzog-Hawelka, Activist Manager beim Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika (SADOCC), Studium u. a. an der Universität von Stellenbosch

Johannes Brunner, Wirtschaftsdelegierter der WKO in Johannesburg

Martin Sturmer, Gründer der Nachrichtenagentur afrika.info und Geschäftsführer des Afro-Asiatischen Instituts in Salzburg

Moderation:

Walter Sauer, Universitätsprofessor und Vorsitzender des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (SADOCC)

Lesen Sie hier den Artikel den das Paulo Freire Znetrum über das Webinar veröffentlichte.