SADOCC


Forum Südliches Afrika


Einmal im Monat ist Forum Südliches Afrika: Ein Treffpunkt für alle Interessierten am Südlichen Afrika. Fragen der aktuellen Politik werden dabei ebenso behandelt wie entwicklungspolitische, soziale, kulturelle, historische oder touristische Aspekte.



Nächste Termine:


Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein in die
SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstraße 38/Stiege 18/1


Recht auf Nahrung – Recht auf Entwicklung

Traditionelles Landrecht als Hilfe für Frauen in Eastern Cape?


Edith Mychalewicz

Im Rahmen meiner Forschung habe ich das gelebte Recht in Cala, Eastern Cape, im Bezug auf das Recht auf Land für Frauen erfasst und die Vereinbarkeit mit den internationalen und regionalen Menschenrechten „Recht auf Nahrung“ und „Recht auf Entwicklung“ untersucht. In meinem Vortrag möchte ich einen Überblick über das Konzept und die Rolle von traditionellem Landrecht in der südafrikanischen Rechtsordnung geben. Ich werde auch Vergleiche zu anderen Rechtsformen in Südafrika ziehen und die Einbettung von traditionellem Recht in anderen afrikanischen Rechtsordnungen erwähnen. Zum Schluss werde ich einige konkrete Fälle besprechen, die die derzeitigen Entwicklungen von Landrechten von Frauen veranschaulichen.
Edith Mychalewicz hat als Rechtsberaterin im Asyl- und Fremdenrechtsbereich gearbeitet und einen Master in Internationaler Humanitärer Hilfe abgeschlossen. Während dieses Studiums arbeitete sie in Kapstadt bei TCOE - einer NGO, die sich mit Landrechten befasst - und führte ihre Forschung im Rahmen eines Research Exchange mit der University of Western Cape durch.



Dienstag, 27. September 2016, 19 Uhr


Gründung eines SADOCC-Lesezirkels für afrikanische Literatur


Lotte Rieder-Fraunlob

Es ist mir persönlich ein Bedürfnis, mehr afrikanische Literatur zu lesen, und ich würde diese Lektüre-Erfahrungen gern mit anderen Leserinnen und Lesern teilen. Daher möchte ich einen Lesezirkel zur Diskussion afrikanischer Werke im Rahmen von SADOCC gründen. Dabei denke ich an literarische, vorwiegend erzählerische Texte von Autor/inn/en aus Subsahara-Afrika, egal in welcher Originalsprache verfasst, von denen deutsche Übersetzungen greifbar sind. Dies können Texte von Schriftsteller/inne/n aus dem südlichen, aus West- und Ost-Afrika sein.

Als Leitlinie für diesen Lesezirkel schlage ich vor, wie Sigrid Löffler es in Die neue Weltliteratur und ihre großen Erzähler (Verlag C.H.Beck, 2014) ausdrückt, eine der „Weltregionen in den Blick“ zu nehmen, „die bisher auf der literarischen Landkarte kaum oder gar nicht verzeichnet waren“ und „zu Entdeckungsreisen“ einzuladen. Es geht dabei darum, „auf welche Weise diese Weltgegenden (in unserem Fall Subsahara-Afrika) in ihrer konfliktreichen Gegenwart und ihrer schwierigen postkolonialen Geschichte in der Literatur reflektiert werden – von Autoren, die kraft ihrer Herkunft über die Innenperspektive und kraft biographischer Mobilität auch über den Blick von außen verfügen (was wohl auch für die meisten in diesem Lesezirkel zur Diskussion vorzuschlagenden Schriftsteller/inn/en zutreffen wird). Immer geht es um die Intensität der ästhetischen Energie von Literatur – und nicht darum, einzigartige und vieldeutige literarische Kunstwerke auf ihre historisch-politischen Quellen oder auf soziologische Fakten zu reduzieren.“

Buch-Diskussionen gelingen nach meinen Lesezirkel-Erfahrungen am besten, wenn alle Teilnehmenden die Texte in ihrer bevorzugten Sprache lesen und ihre Meinungen dazu dann in ihrer besten Sprache ausdrücken können. Dies setzt eine gewisse Offenheit aller Teilnehmenden gegenüber den Sprachen der anderen voraus. Im günstigsten Fall verstehen alle sowohl Deutsch als auch Englisch; notfalls können wir spontan zusammenfassende Übersetzungen in diesen beiden Sprachen machen. Diskussionsbeiträge auf Französisch oder Portugiesisch könnten allerdings eine größere Herausforderung für eine Mehrheit darstellen.

Für einen ersten Versuch, einschlägig Literaturinteressierte zusammen zu bringen, schlage ich den letzten, inzwischen in Europa recht bekannten Roman Americanah der arrivierten nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie vor; dieser mag zwar mit seinen 600 Seiten umfangreicher sein, als gewöhnlich für regelmäßig stattfindende Lesezirkel leicht handhabbar ist, aber bis zum ersten Treffen bleibt über den Sommer genug Zeit zum Lesen.

Erstes Treffen:
Dienstag 27. September 2016, 19 Uhr
in der SADOCC-Bibliothek, Wien 4., Favoritenstraße 38/Stiege 18/1.
Bitte melden Sie sich an: lotte.rieder@sadocc.at




Donnerstag, 17. November 2016, 19 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein in die
SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstraße 38/Stiege 18/1


40 years after the students' revolt in Soweto

What the anniversary means for South Africa today


Carol Dyantyi (IKAGENG, Johannesburg)



Dienstag, 6. Dezember 2016, 14 Uhr (!)

Bundesministerium für Arbeit, soziale Angelegenheiten und Konsumentenschutz
Wien 1., Stubenring 1


Our way out of poverty

Namibia's efforts to eradicate social inequality


Minister Zephania Kameeta (Windhoek)

Die Berufung des Befreiungstheologen und langjährigen SWAPO-Politikers in die Regierung markierte den Beginn eines neuen Kapitels in der Armutsbekämpfung Namibias. Der neue Minister war als prominenter Vertreter eines Grundeinkommens für alle Namibier/innen bekannt, finanziert durch eine umverteilende Steuerreform. Als kurzfristige Maßnahme wurde im heurigen Jahr eine Food Bank nach kubanischem Vorbild ins Leben gerufen, welche die Ernährungssicherheit der ärmsten Schichten der Bevölkerung verbessern soll. Über die langfristigen Pläne des Ministers zur Beseitigung der Ursachen von Armut wird in Namibia heftig diskutiert.

Zephania Kameeta ist em. lutherischer Bischof und seit 2015 Minister für die Ausrottung der Armut und soziale Angelegenheiten in der namibischen Regierung. Er spricht auf Einladung von Bundesminister Alois Stöger in Wien (in englischer Sprache).

Anmeldung erforderlich: andreas.schaller@sozialministerium.at


Ich möchte laufend per Email zum Forum Südliches Afrika eingeladen werden.
Meine Emailadresse:


Bisherige Veranstaltungen im Rahmen des FORUM SÜDLICHES AFRIKA


Weitere Veranstaltungen / Projekte:

Kuito - Leben nach dem Krieg in Angola
Eine Informations- und Wanderausstellung (Verleih)

Frauen in Namibia
Fotoausstellung der Österreichischen Namibia-Gesellschaft (Verleih)

Nelson Mandela und sein Südafrika.
Zur Erinnerung an die ersten freien Wahlen Südafrikas im April 1994

Fotoimpressionen aus dem Bestand des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (Verleih)

Afrikanisches Wien: Alternative Stadtspaziergänge zu dieser oft verdrängten Thematik



The Vienna Conference: European - Southern African Cooperation in a Globalising World. The Contribution of Parliamentarians and Non-Governmental Organisations. Vienna, 12-14 October, 1998

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