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Forum Südliches Afrika
Nächster Termin: Donnerstag, 16. Februar 2012, 19.00 Uhr,in der SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstraße 38/Stiege18/1 Ästhetik und Politik in der südafrikanischen
Literatur
Dorothea Steiner (Salzburg) Die südafrikanische
Literatur ist heute breit aufgefächert im Sinn des Regenbogens'.
Will man jedoch der wesentlichen Geste des Widerstands und seinen
ästhetischen Ausformungen nachspüren, so sind zunächst die
Stimmen großer weißer dichterischer und denkerischer Zeitzeugen
unüberhörbar. Während 1948 das politische Datum der
Unmenschlichkeit signalisiert, verweisen die Titel der Anti-Apartheidsliteratur
auf die Wahrheit des Menschseins. Der Bogen spannt sich vom "Cry the Beloved
Country" (Paton) über die "Lying Days" der Apartheid (Gordimer), zum Kern
des Problems im Bild des "Blood Knot" (Fugard) und wird als "Dry White Season"
(Brink) und Angstszenario des "Waiting for the Barbarians" (Coetzee) greifbar.
Wenn Fiktion "truer than life" ist (Gordimer), dann erzählen jene mit
nicht weißer Hautfarbe die südafrikanische Wahrheit' anders -
nämlich afrikanisch (Mda) und genderspezifisch (etwa Wicomb, Magona). Als
Albie Sachs' Aufruf "Preparing Ourselves for Freedom" (1990) zu einem
rebellischen Frühling' in der Kunstszene führte, wollte man vom
struggle'-Bewußtsein weg, hin zum "Ordinary" (Ndebele). Es zeigte
sich jedoch, wie prägend die erinnerungskulturelle Dimension war. Ein
Blick auf die Gegenwartslyrik (etwa de Kok, Ndlovu, Dixon, Hirson)
erhärtet die These, daß Ästhetik weiterhin ein Bekenntnis zum
Politischen mit einschließt.
Kuito - Leben
nach dem Krieg in Angola eine Informations- und Wanderausstellung (Verleih) Frauen in Namibia eine Fotoausstellung der Österreichischen Namibia-Gesellschaft (Verleih) Afrikanisches Wien: Alternative
Stadtspaziergänge zu dieser oft verdrängten Thematik
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